Endlich. Nach 8 Montaen, das erste mal wieder feiern gehen. Und meine Hebamme hat mir sogar erlaubt ein Bier zu trinken. Mag für euch lächerlich klingen, für mich ist es die erlösung. Paul und ich gehen erst Saskia besuchen, wobei ich einige alte Bekannte wiedertreffe. Man begutachtet meine Figur, lobt mein Durchhaltevermögen und labert noch so allerhand anerkennendes Zeug, um nicht alzu Egozentrisch zu wirken.
Meine schuhe drücken und sind viel zu hoch um halbwegs erträglich damit tanzen zu können, aber das ist mir egal.
Als wir feststellen, dass der letzte Bus, der uns zum Goa-Openair mitten im Wald fahren soll, schon weg ist, laufen wir einfach. Doch auch das ist mir Egal.
Schon vor weitem hört man den Bass, schon von weitem hört man die Freude, das Glück.
Als wir endlich drinnen sind Kriege ich mein Bier und Sasa und Jaleeah versuchen was zum Rauchen zu bekommen. Ich trinke mein Bier. Mit einem Zug.
Dränge mich Zwischen die tanzenden Gestalten, fange auch an zu tanzen. Erst langsam, dann schneller und gebe mich schließlich völlig der Musik hin. Wie gut, dass ich von alkohol ab und zu kleine anflüge von Flashbacks bekomme.
Neben mir Indiekids mit Neonfarbe im Gesicht und Zugedröhnte Junkies mit nichts im Gesicht außer einem Lächeln. Sie kotzen mich an, aber heute ist mir das Egal.
Der Bus zurück fahrt einfach an der Bushaltestelle, in der wir sitzen vorbei und so laufen wir nach hause. Aber das ist Egal.
Heute ist mir alles Egal.
In Liebe,
Alice.
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