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Sonntag, 9. September 2012

Immer noch da.

Ich hasse wie ich rede, ich hasse meine stimme, ich hasse, dass ich bin wie er. Die worte die er mir in den Mund legt vergiften mich. Ich hasse, dass ich bin wie er. Und die Muskeln krampfen sich zusammen überm leeren Magen. Die Angst packt mich mich und zieht mich hoch an den Fäden der Marionette meiner Selbst. Lässt mich dinge denken, die ich nicht denken darf, lässt mich dinge tun, die mich an dich erinnern. Lässt mich schreien, lässt mich weinen, lässt mich schneiden. Lässt mich schreiben. Lässt mich Nächtelang wachsein, lässt mich morgens nicht aufstehen können.
Ich hasse, dass ich bin wie er.
Ich hasse, dass ich so schwach bin, ich hasse, dass ich mich nicht wehren kann. Ich hasse, dass ich es zugelassen hab. Ich hasse, wie ich dich ansehe, obwohl du mir angetan hast, was keiner von ihnen gedacht hätte. War er nicht immer so furchtbar zärtlich? War er nicht immer so Furchtbar verliebt in mich? 
Ich hasse, dass ich bin wie er.
Und was ich außerdem hasse, ist dass er immernoch nicht versteht, was das für mich war. Für ihn war es nur Sex, nur befriedigung, triebgesteuert. Gesteuert von dem was er LIEBE nennt.
Ich hasse, dass ich bin wie er, aber am meisten hasse ich, dass ich ihn immer noch liebe.



In Liebe,
         Alice.

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