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Dienstag, 10. April 2012

Bin wieder da. seit gestern.
Ostern an der Nordsee war ein Albtraum. Alles aber auch alles erinnert an letzten Sommer, erinnert an Luke.
Ich saß auf dem Bett, in dem wir vor einigen monaten in irgendeiner Julinacht das erste mal miteinander geschlafen haben. Nichts ist passiert. Ich hätte gedacht, das Haus bricht zusammen, es explodiert einfach. Irgentwas passiert einfach. aber nichts. Die Welt interessiert nicht, was passiert ist, während ich weg war.
Hab geweint. Jeden verdammten Abend, den wir da waren. Und bin am nächsten Morgen lächelnd wieder aufgestanden, meiner Famillie Freude über ostern vorspielen.


Gestern mit Luke geschrieben. Hat mir erzählt, er hat auch einen Blogg. hat mich ein wenig überrascht. bedeutet aber, dass er mir vertraut. dass ich nicht bloß irgendwer für ihn bin.
Was da drin stand war aber mehr als überraschend, mehr als erschreckend.
Ich wusste, dass er Krank ist, das war nichts neues. Aber was er über mich geschrieben hat, hat mich doch aus der Fassung gebracht. Wusste, dass ich ihn kaputt gemacht hat, wusste, dass ich alles zerstört hab. Hab es nur ausgeblendet, verdrängt. Um genau zu sein, war es mir einfach egal. Was der beste beweis für meinen enzigartigen egoismus ist. Ich bin einfach ein ekliges verlogenes Miststück. Das hab ich Luke von Anfang an gesagt, er wollte es nie glauben.
Für alle, die es lesen wollen:
http://greencaped.blogspot.de/



Hab ihn angerufen, als ich es gelesen hab. Musste Beim letzten Post heulen. Musste mich einfach entschuldigen. Doch nichts hab ich gemacht, bin eine Versagerin.

Darauf folgte eine Facebookunterhaltung:

Ich:
Eigentlich wollte ich mich entschuldigen, aber am Telefon hab ich mal wieder mein verlogenes Maul wie immer nicht auf gekriegt. Es tut mir unendlich Leid, auch, wenn ich das schonmal gesagt hab, und auch, wenn das nichts wieder gut macht. Und ja, ich bereue es. Ich weiß, du kannst mir nicht verzeihen, das verlange ich auch garnicht von dir, Aber ich gebe nicht auf. Versprech ich dir.

Luke:
was das betrifft steht nichts zwischen uns
is einfach viel passiert, diese dinge lassen sich nicht bestreiten, aber ich steh zu meinem wort, das ich da bin, für dich und die kleine..

Ich:
schön wärs.
also, dass da nichts zwischen uns steht.
 stimmt meiner Meinung nach einfach nicht.

Luke:
ich für meinen teil sehe das aufjedenfall so..

Ich:
ich wünschte es wäre so. Ich hab einfach alles kaputt gemacht, wie immer.

Luke:
du hast vor'ner längeren zeit was für dich entschieden
sei ma ehrlich dir gegenüber, genügt dir das kind als basis, vertrauenstechnisch weiss ich nicht mit dir umzugehen
mir geht das mit dem kind ziemlich nah

Ich:
ja, mir geht das auch nah, aber eigentlich mehr auf ner anderen Basis. Du bist nicht bloß der vater meiner Tochter. Für mich bist du immernoch Lukas.

Luke:
hoffe kannst damit umgehen..
bin ma wech. jute nacht
 
Ich:
ich hoffe auch.




Die Mischung aus verzweifeltem Zorn und Triumphierender Schadenfroheit bringt mich fast um.








In Liebe,
        Alice.

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